BATTERIE AMALFI

BATTERIE AMALFI

Die Amalfi Batterie ist eine der wichtigsten militärischen Befestigungsanlagen an der Küste zum Schutz Venedigs, die in nur 17 Monaten zwischen 1915 und 1917 errichtet wurde. Dieser Befestigungsbau erhielt seinen Namen vom Kreuzer Amalfi, der im Juli 1915 unterging. Er umfasst 14 Gebäude, darunter das Hauptgebäude, an dessen Spitze sich der 360°-drehbare, in der Schifffahrt übliche Panzerturm befand, der mit zwei Kanonen ausgestattet war, welche riesige Granaten mit 875 kg auf eine Entfernung von 20 km mit einem Schuss pro Minute abfeuerten. Innerhalb des Hauptgebäudes waren verschiedenste Räumlichkeiten eingerichtet, wie Unterkünfte für die Truppen und Offiziere, Belüftungsräume, Vorratskammern für Ladung und Munitionen, Waschräume und Latrinen. Wie alle Batterien des Küstengebiets war auch die Batterie Amalfi mit einer Schmalspureisenbahn verbunden, die für den Transport von Personal, militärischer Ausrüstung und Vorräten verwendet wurde. Die Batterie Amalfi, die zum Schutz von Venedig vorgesehen war, wurde nie gegen feindliche Schiffe eingesetzt, sondern traf 1918 wiederholt die österreichisch-ungarische Infanterie und Vorposten in den letzten Schlachten im unteren Piave-Tal. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie von den Deutschen besetzt und bis April 1945 in Betrieb gehalten. Nach dem Weltkrieg wurde sie abgerüstet und aufgegeben. Heute sind noch einige der Gebäude von den Einwohnern des Küstengebiets bewohnt.

Texte aus dem Buch „Le Fortificazioni - Frammenti di guerra".