TELEMETRISCHE TÜRME
 TELEMETRISCHE TÜRME

TELEMETRISCHE TÜRME

Es handelt sich um Gebäude, die weiter hinten im Küstengebiet im Vergleich zu den direkt an der Küste liegenden Batterien erbaut wurden. Da sie aufgrund ihrer Höhe deutlich sichtbar gewesen wären, wurden sie als Behausungen der Zivilbevölkerung getarnt, indem sie mit einem Walmdach versehen wurden oder weitere Gebäude hinzugefügt wurden, die als Lager von Ausrüstungen oder als Unterkunft für Militärpersonal dienten. An der Spitze dieser Türme konnten durch Schießscharten, aus denen große Fernrohre und Präzisions-Entfernungsmesser ragten, die Ziele beobachtet und geortet werden, um dann den Batterien, die die Schüsse der Artillerie adjustierten, die entsprechenden Koordinaten zu liefern. Jede Batterie erhielt die Schusskoordinaten von drei telemetrischen Türmen, die in entsprechender Entfernung voneinander lagen, und mit Hilfe von Winkelfunktionen wurde die Entfernung des zu treffenden Ziels errechnet. Die Einwohner von Cavallino gaben diesen Türmen den Beinamen “Ampel” aufgrund der großen bunten Scheiben, die gelegentlich an ihrer Spitze als visuelles Signalsystem angebracht wurden. Im ganzen Küstengebiet gibt es mehrere dieser Türme, von denen einige noch teilweise bewohnt sind, andere wiederum wurden in Handwerksunternehmen umgewandelt. Wenn man von Punta Sabbioni Richtung Cavallino fährt und dann von Cavallino nach Punta Sabbioni zurückfährt, wobei man zuerst die via Pordelio und dann die via Fausta einschlägt, trifft man auf folgende Türme:
1) teilweise bewohnter Turm von “Lio Grando”
2) die zwei Türme des Fort Vecchio, von denen einer teilweise bewohnt ist
3) Turm der ehemaligen Kaserne Ca’Pasquali
4) Turm Crepaldo
5) teilweise bewohnter Turm Ca’Padovan
6) Turm Radaelli in der Ortschaft Ca’Ballarin
7) teilweise bewohnter Turm Ca’Bodi
8) Turm Sassonio, Glaskunstwerkstatt
9) Turm Vignotto
10) Turm in der Ortschaft Ca’ di Valle, heute eine Wohnanlage
11) Turm San Marco “Caffettiera”
12) Turm Ca’Scarpa
13) Turm in der Ortschaft Ca’Savio
14) Turm in der via Hermada in Punta Sabbioni

Texte aus dem Buch „Le Fortificazioni - Frammenti di guerra".